Letztlich ist jedes Unternehmen auf die Vertretung seiner Interessen gegenüber Legislative und Exekutive angewiesen. Das gilt völlig unabhängig von der jeweiligen Unternehmensgröße und der Ebene, auf der sich das Unternehmen bewegt – lokal, national oder international. Vor allem zu diesem Zweck sind Unternehmen Mitglied in einem oder mehreren Industrie- oder Branchenverbänden, unterhalten eigene Verbindungsbüros in Brüssel oder den Hauptstädten der EU-Mitgliedstaaten oder beauftragen zusätzlich externe Dienstleister mit der Wahrnehmung ihrer Interessen gegenüber Legislative und Exekutive. Ganz gleich, ob es um rechtliche Anforderungen an Produkte oder sonstige rechtliche Rahmenbedingungen unternehmerischer Tätigkeit geht: Die Berührungspunkte zwischen Wirtschaft und Politik sind zahlreich. Legislative oder exekutive Entscheidungen können für ein Unternehmen jedoch im schlimmsten Fall immense Mehrkosten, den Verlust von Wettbewerbsvorteilen oder gar des Marktzugangs an sich zur Folge haben. Politische Interessenvertretung eröffnet hier ein breites Spektrum, Prozesse in Legislative und Exekutive frühzeitig richtig einschätzen und – beispielsweise durch Informationen an die Entscheidungsträger über mögliche Folgen für ein Unternehmen – reagieren zu können.